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GPS und wandern (Newbie)


Autor: "Carsten Jost" (2008-01-25 08:49:08)

"Walter Janné" wrote in message
news:5grep3l0tlk6kj3sdso5ci2nm487gp6iem@4ax.com...
> Peter Kugler schrieb:
>
>>Hallo Fachleute,
>>ich muss voraussetzen: habe weniger als NULL Ahnung von GPS,
>>und deswegen einige Fragen, wenn es erlaubt ist:
>>nachdem man GPS-Geräte auch zum wandern benutzen können
>>soll, interessiert mich das folgende laufende Angebot sehr:
>>
>>http://cgi.ebay.de/Navi-GPS-fuer-Auto-Outdoor-Geocaching-Wandern-Boot W0QQitemZ170186820364QQihZ007QQcategoryZ61006QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
>>
>>1.) Eignet sich dieses Dingens wirklich ?
>>2.) Was brauche ich desweiteren dazu an Kartenmaterial und wie kriege ich
>> selbiges ins Gerät ? (und was kostet es,- bzw. ist sowas evtl. in
>>öffentl.
>> Bibliotheken zu bekommen ?
>>3.) Ist meine Info richtig, daß ich eine auf CD vorhandene
>>Bayern-Nord-Karte
>> dazu benutzen kann ?
>>
>>Fragen über Fragen ;-) Ich hoffe, ein Wissender mit etwas Zeit erbarmt
>>sich meiner ;-)
>
> Obwohl Dir viele etwas anderes erzählen werden: Ein GPS kann Dir beim
> Wandern die Richtung und Entfernung zu Wegepunkten angeben und ist
> lediglich ein Hilfsmittel zur vernünftigen Navigation mit Kompass und
> Karte. Deshalb ist eine Kartenfunktion darin zum Wandern völlig unnötig.
> Bei Straßennavigation ist es schon wichtiger, aber mit einem Handgerät
> will man nicht wirklich im Fahzeug navigieren.
>
> Und "alle Funktionen, die man für Outdoor, Wassersport und Freizeit
> benötigt" hat das Ding mit Sicherheit nicht. Man kann damit seinen
> Standort feststellen und daraus Schlüsse ziehen. Das ist auch chon
> alles.
>
Abgesehen von der Diskussion im anderen Teil des Freds:

1. Es gibt sowohl Leute die keine Karte lesen können wie Leute die kein GPS
lesen können
2. Man muss beides lernen, wer eine Karte lesen kann, kann nicht automatisch
ein GPS lesen
3. Ein GPS hat den größten Nutzen wenn man die Tour zuhause plant und dann
nur dem Track folgen muss
4. Ausfallrisiken beim GPS kann man leicht minimieren (2. Satz Batterien,
pfleglicher Umgang)
5. Der Sicherheitsgewinn beim GPS (z.B. exakte Position bei Notfällen,
schnellere Orientierung und dadurch weniger die Gefahr in Dunkelheit oder
Wetter zu kommen) überwiegt die möglichen Nachteile bei weitem

Außerdem würde ich als Backup für ein GPS eher ein GPS als eine Karte
mitnehmen...

Gruß
Carsten

Autor: Alfred Koch (2008-01-25 09:43:48)

Carsten Jost schrieb:

>(...)

>Außerdem würde ich als Backup für ein GPS eher ein GPS als eine Karte
>mitnehmen...

Hallo,
Wenn es funktioniert, ist es was Feines, aber es fallen ja nicht nur
die Geräte aus, sondern die Amis spielen mit ihrem GPS wie sie wollen,
und schalten es aus und ein, wie es ihnen gerade nutzt.
Wir waren vor einigen Jahren segeln, als in der Türkei das mit den
Kurden anfing, da haben die Amis das Signal über einen Tag lang
abgestellt.

Da war dann die Karte doch nützlicher, als das Zweitgerät...aber auch,
wenn es funktioniert, ist es sinnvoll, immer mal wieder den
ermittelten Standort mit der Karte zu vergleichen, so genau stimmen
die GPS-Daten garnicht mit der Karte überein.

z.B. türkische Westküste, Bucht von Egri Liman, wer die nur mit GPS
ansteuern will, hat große Probleme, wenn dann Steine statt Wasser da
sind. Frage ist da halt nur, was ist richtig, die Karte, das GPS oder
die Türkei?

Ein bischen sollte man sich dann doch mit der Materie auskennen, und
sich nicht einfach stur auf die Elektronik verlassen.

Grüße..A.Koch

Autor: Alfred Koch (2008-01-25 09:43:48)


Autor: Alfred Koch (2008-01-25 09:43:48)

Carsten Jost schrieb:

>(...)

>Außerdem würde ich als Backup für ein GPS eher ein GPS als eine Karte
>mitnehmen...

Hallo,
Wenn es funktioniert, ist es was Feines, aber es fallen ja nicht nur
die Geräte aus, sondern die Amis spielen mit ihrem GPS wie sie wollen,
und schalten es aus und ein, wie es ihnen gerade nutzt.
Wir waren vor einigen Jahren segeln, als in der Türkei das mit den
Kurden anfing, da haben die Amis das Signal über einen Tag lang
abgestellt.

Da war dann die Karte doch nützlicher, als das Zweitgerät...aber auch,
wenn es funktioniert, ist es sinnvoll, immer mal wieder den
ermittelten Standort mit der Karte zu vergleichen, so genau stimmen
die GPS-Daten garnicht mit der Karte überein.

z.B. türkische Westküste, Bucht von Egri Liman, wer die nur mit GPS
ansteuern will, hat große Probleme, wenn dann Steine statt Wasser da
sind. Frage ist da halt nur, was ist richtig, die Karte, das GPS oder
die Türkei?

Ein bischen sollte man sich dann doch mit der Materie auskennen, und
sich nicht einfach stur auf die Elektronik verlassen.

Grüße..A.Koch

Autor: "Jan S@lm@r" (2008-01-25 10:21:00)

Carsten Jost schrieb:

> Ein GPS hat den größten Nutzen wenn man die Tour zuhause plant und
> dann nur dem Track folgen muss

Das finde ich ehrlich gesagt totlangweilig. Welche Vorteile
bringt das - außer das für manche vielleicht beruhigende Gefühl
daß alles "nach Plan" läuft?
Ich plane i.d.R. allenfalls ungefähr wo ich hin will, der Rest
ist spontane Entscheidung vor Ort (außer ich habe ein ganz
konkretes Ziel, klar..., aber dann bleibt der Weg dahin immer
noch variabel).

Autor: "Jan S@lm@r" (2008-01-25 10:18:00)

Walter Janné schrieb:

> Mit dem Material zurecht kommen, das man hat. Gibt es denn in Gegenden,
> für die es keine "vernünftigen" Karten gibt überhaupt besseres
> GPS-Kartenmaterial?


> Ich bin mal so kühn und behaupte, dann bräuchte man auch kein GPS. Hat
> man trotzdem eins, dann zum Entertainment (s.o.).

Naja, was braucht man schon wirklich...
Als jemand der häufig abseits der Wege unterwegs und kulturwiss.
interessiert ist, nutze ich den GPS-Empfänger z.B. um abgelegene,
schwer wieder auffindbare "Fundstellen"/Orte als Wegepunkt
abzulegen. Man hat dann eben einen sehr unkomplizierten Rückgriff
darauf und kann die Punkte auch problemlos an andere
Interessenten weitergeben. Und Kartierungen erstellen...

Autor: "Jan S@lm@r" (2008-01-25 10:36:00)

Zum Thema Papierkarte vs. GPS wäre m.E. noch anzuführen, daß wenn
man z.B. (wie ich oft) auf der Durchreise mal ein Weilchen
irgendwo bleibt um die Gegend zu erkunden und auch "nur" eine
detaillierte Straßenkarte im GPS hat (die ja selbst bei kleinen
Handgeräten problemlos einen ganzen Kontinent abdecken kann) so
erspart diese einem oft den Kauf einer Papierkarte die man u.U.
später nie wieder braucht...

Autor: "Carsten Jost" (2008-01-25 10:36:22)

"Jan S@lm@r" wrote in message
news:AXZtjIjBAcB@zeitensprung.de...
> Carsten Jost schrieb:
>
>> Ein GPS hat den größten Nutzen wenn man die Tour zuhause plant und
>> dann nur dem Track folgen muss
>
> Das finde ich ehrlich gesagt totlangweilig. Welche Vorteile
> bringt das - außer das für manche vielleicht beruhigende Gefühl
> daß alles "nach Plan" läuft?
> Ich plane i.d.R. allenfalls ungefähr wo ich hin will, der Rest
> ist spontane Entscheidung vor Ort (außer ich habe ein ganz
> konkretes Ziel, klar..., aber dann bleibt der Weg dahin immer
> noch variabel).

Deine Antwort geht am Thema vorbei, denn planlos kann man auch mit Papier
laufen...

Autor: "Jan S@lm@r" (2008-01-25 16:26:00)

Carsten Jost schrieb:

> "Jan S@lm@r" wrote in message
> news:AXZtjIjBAcB@zeitensprung.de...
>> Carsten Jost schrieb:
>>
>>> Ein GPS hat den größten Nutzen wenn man die Tour zuhause plant und
>>> dann nur dem Track folgen muss
>>
>> Das finde ich ehrlich gesagt totlangweilig. Welche Vorteile
>> bringt das - außer das für manche vielleicht beruhigende Gefühl
>> daß alles "nach Plan" läuft?
>> Ich plane i.d.R. allenfalls ungefähr wo ich hin will, der Rest
>> ist spontane Entscheidung vor Ort (außer ich habe ein ganz
>> konkretes Ziel, klar..., aber dann bleibt der Weg dahin immer
>> noch variabel).

> Deine Antwort geht am Thema vorbei, denn planlos kann man auch mit
> Papier laufen...

Der Betreff/das Thema lautet GPS und wandern. Planlos kann man
ohnehin immer laufen - insofern man des Laufens mächtig ist.

Die Frage bzgl. der Vorteile einer Trackplanung ist ernsthaft
gemeint: ich würde tatsächlich gerne wissen, wann und unter
welchen Umständen das was bringt - außer bei einer längeren Tour
in sehr abgelegene Gebiete.

Autor: "Peter Ohnimus" (2008-01-25 18:11:47)

"Jan S@lm@r" schrieb im Newsbeitrag
news:AXZuFApgAcB@zeitensprung.de...
> Carsten Jost schrieb:


>
> Der Betreff/das Thema lautet GPS und wandern. Planlos kann
> man
> ohnehin immer laufen - insofern man des Laufens mächtig
> ist.
>
> Die Frage bzgl. der Vorteile einer Trackplanung ist
> ernsthaft
> gemeint: ich würde tatsächlich gerne wissen, wann und
> unter
> welchen Umständen das was bringt - außer bei einer
> längeren Tour
> in sehr abgelegene Gebiete.

Für mich ergibt sich ein großer Vorteil vom GPS beim
gelegentlichen Führen von Wandergruppen. Da muß einfach
alles stimmen. Die Entfernung, Steigungen, Pausenplätze
und... und blamieren will ich mich auch nicht.
Zur Vorbereitung gehe ich nur grob geplant die Strecke ab
und treffe Entscheidungen spontan im Gelände. Diese Vortour
nehme ich mit meinem GPS Gerät auf und kann sie am PC
optimieren. Da stimmt dann einfach alles.

Bei Wanderungen die andere führen, hat mein GPS alle Infos
wesentlich sicherer als z.B. Schrittzähler. Wenn ich will
kann in 5 Jahren die Tour am PC ausgedruckt werden.

Du hast recht, dass dies alles auch ohne GPS geht - nur -
mir macht das Ganze so wesentlich mehr Spaß.

Gruß Peter

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