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GPS und wandern (Newbie)


Autor: "Peter Kugler" (2008-01-23 09:04:12)

Hallo Fachleute,
ich muss voraussetzen: habe weniger als NULL Ahnung von GPS,
und deswegen einige Fragen, wenn es erlaubt ist:
nachdem man GPS-Geräte auch zum wandern benutzen können
soll, interessiert mich das folgende laufende Angebot sehr:

http://cgi.ebay.de/Navi-GPS-fuer-Auto-Outdoor-Geocaching-Wandern-Boot W0QQitemZ170186820364QQihZ007QQcategoryZ61006QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem

1.) Eignet sich dieses Dingens wirklich ?
2.) Was brauche ich desweiteren dazu an Kartenmaterial und wie kriege ich
selbiges ins Gerät ? (und was kostet es,- bzw. ist sowas evtl. in
öffentl.
Bibliotheken zu bekommen ?
3.) Ist meine Info richtig, daß ich eine auf CD vorhandene Bayern-Nord-Karte
dazu benutzen kann ?

Fragen über Fragen ;-) Ich hoffe, ein Wissender mit etwas Zeit erbarmt
sich meiner ;-)

Grüße
Peter

Autor: macnetz@web.de (Anton Betzler) (2008-01-23 17:56:10)

Peter Kugler wrote:

> 1.) Eignet sich dieses Dingens wirklich ?

dieses Dingens ist Technologie von vorgestern und eignet sich gerade
noch um seinen Kindern beim Geocachen ein eigenes Gerät in die Hand zu
geben.

> 2.) Was brauche ich desweiteren dazu an Kartenmaterial und wie kriege ich
> selbiges ins Gerät ? (und was kostet es,- bzw. ist sowas evtl. in öffentl.
> Bibliotheken zu bekommen ?

du kannst es so benutzen wie es ist - weitere Karten sind nicht
anzuraten

> 3.) Ist meine Info richtig, daß ich eine auf CD vorhandene Bayern-Nord-Karte
> dazu benutzen kann ?

nein - du kannst nur Wegpunkte übertragen.

hth
Anton

Autor: macnetz@web.de (Anton Betzler) (2008-01-23 17:56:10)


Autor: macnetz@web.de (Anton Betzler) (2008-01-23 17:56:10)

Peter Kugler wrote:

> 1.) Eignet sich dieses Dingens wirklich ?

dieses Dingens ist Technologie von vorgestern und eignet sich gerade
noch um seinen Kindern beim Geocachen ein eigenes Gerät in die Hand zu
geben.

> 2.) Was brauche ich desweiteren dazu an Kartenmaterial und wie kriege ich
> selbiges ins Gerät ? (und was kostet es,- bzw. ist sowas evtl. in öffentl.
> Bibliotheken zu bekommen ?

du kannst es so benutzen wie es ist - weitere Karten sind nicht
anzuraten

> 3.) Ist meine Info richtig, daß ich eine auf CD vorhandene Bayern-Nord-Karte
> dazu benutzen kann ?

nein - du kannst nur Wegpunkte übertragen.

hth
Anton

Autor: Christian Steins (2008-01-23 21:03:51)

Peter Kugler schrieb:
>
> http://cgi.ebay.de/Navi-GPS-fuer-Auto-Outdoor-Geocaching-Wandern-Boot W0QQitemZ170186820364QQihZ007QQcategoryZ61006QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
>
> 1.) Eignet sich dieses Dingens wirklich ?

Zum wandern? Ja.

> 2.) Was brauche ich desweiteren dazu an Kartenmaterial und wie kriege ich
> selbiges ins Gerät ? (und was kostet es,- )

Du brauchst zB eine MapSend Topo3D Deutschland. Mit etwas suchen für
circa 50 EUR zu bekommen.

> bzw. ist sowas evtl. in öffentl. Bibliotheken zu bekommen ?

Nein.

> 3.) Ist meine Info richtig, daß ich eine auf CD vorhandene Bayern-Nord-Karte
> dazu benutzen kann ?

Vermutlich nicht.

Ich würde max. 50 Euro für das Gerät bieten.

Christian

Autor: Michael Lessing (2008-01-23 22:54:54)

Walter Janné wrote:

>Obwohl Dir viele etwas anderes erzählen werden: Ein GPS kann Dir beim
>Wandern die Richtung und Entfernung zu Wegepunkten angeben und ist
>lediglich ein Hilfsmittel zur vernünftigen Navigation mit Kompass und
>Karte. Deshalb ist eine Kartenfunktion darin zum Wandern völlig unnötig.

Das sehen sicher viele anders als Du. Seit ich mit dem Garmin eTrex
Vista HCx unterwegs bin, habe ich weder Karten noch Kompass
mitschleppen müssen. Die sind da drin. ;-)

Autor: "Peter Ohnimus" (2008-01-24 10:44:39)

Hallo,
in einer Outdoor GPS Beschreibung (wo?) steht sinngemäß,
dass diese Technik nur für Leute geeignet ist, die sich
auch ohne GPS im Gelände sicher bewegen können. Paradox?
Nein: Ein gutes GPS Gerät bietet zusätzliche Sicherheit zu
Karte und Kompaß und ergänzen diese. Die Orientierung wird
komfortabler und macht mehr Spaß.

"Hartmut König" schrieb
im Newsbeitrag news:fn9heg$puk$03$1@news.t-online.com...
> Trotz GPS sollte Karte und Kompass immer dabei sein,
> vielleicht sogar noch ein Höhenmesser, denn die Technik
> kann hinfallen (siehe unten) oder ausfallen (leere
> Batterien etc.)
> Hartmut
>
> Walter Janné schrieb:
>> Michael Lessing schrieb:
>>
>>> Walter Janné wrote:
>>>
>>>> Obwohl Dir viele etwas anderes erzählen werden: Ein GPS
>>>> kann Dir beim
>>>> Wandern die Richtung und Entfernung zu Wegepunkten
>>>> angeben und ist
>>>> lediglich ein Hilfsmittel zur vernünftigen Navigation
>>>> mit Kompass und
>>>> Karte. Deshalb ist eine Kartenfunktion darin zum
>>>> Wandern völlig unnötig.
>>> Das sehen sicher viele anders als Du. Seit ich mit dem
>>> Garmin eTrex
>>> Vista HCx unterwegs bin, habe ich weder Karten noch
>>> Kompass
>>> mitschleppen müssen. Die sind da drin. ;-)
>>>
>>
>> Ich weiß.
>>
>> Ich kenne auch die HCx nicht, aber was ich bisher an
>> Kartenmaterial in
>> GPS gesehen habe, war Schrott und zum Wandern nicht
>> geeignet. Ich ziehe
>> eine Papierkarte allemal vor.

Von Schrott kann keine Rede sein. Auf eine Papierkarte darf
man selbstverständlich nie verzichten. Auf mein neues Vista
HCx mit Kartendarstellung möchte ich auch nicht mehr
verzichten.

Im Vergleich: Mit meinem alten eTrex ohne Kartendarstellung
war es sehr umständlich unseren Standort anhand der GPS
Koordinaten auf der Karte zu finden. Mit dem neuen Gerät hat
sich die Frage, wo sind wir jetzt genau, noch nie gestellt.

Gruß Peter

Autor: Thomas Koller (2008-01-24 13:21:51)

Peter Ohnimus wrote:
>>> Ich ziehe eine Papierkarte allemal vor.

> Von Schrott kann keine Rede sein. Auf eine Papierkarte darf
> man selbstverständlich nie verzichten.

Wieso? Ich hab dieses bestehen auf eine Papierkarte noch nie verstanden.

Ich bin vor GPS, und auch jetzt noch, gelegentlich ohne Karte (egal
ob Papier oder GPS) wandern, ohne das als Risiko anzusehen. Das kommt
doch immer auf die Strecke an, wie sehr man auf einen genauen Plan
angewiesen ist. Was macht ihr denn in Gegenden wos keine vernünftigen
Karten gibt?

Mit GPS erweitern sich die Möglichkeiten. Man braucht dann oft keine
Papierkarte mehr, solange man auch bei Ausfall des GPS wieder
zurückfindet. Aber im Prinzip hat man das Problem auch mit einer
Papierkarte. Wenn einem die mal über die Steilwand runterfällt, ist
man hoffentlich auch nicht hilflos und rennt in Panik im Kreis.

Was ich dagegen gut verstehen kann ist das "Ich ziehe eine Papierkarte
vor" des Vorposters. Papierkarten haben zweifellos auch ihre Vorteile
gegenüber den elektronischen. Oft wird man beides mitschleppen, aber
wie gesagt, man muss das nicht immer machen, sondern eher
situationsbedingt entscheiden.

Tom

Autor: Thomas Koller (2008-01-24 16:15:49)

Walter Janné wrote:
>>> Von Schrott kann keine Rede sein. Auf eine Papierkarte darf
>>> man selbstverständlich nie verzichten.
>>
>>Wieso? Ich hab dieses bestehen auf eine Papierkarte noch nie verstanden.

> Weil man bei Ausfall des GPS (Gründe unwichtig aber mannigfaltig) dann
> z.B. keine Karte mehr sehen kann.

Ja und? Wenn ich meine Papierkarte verlier hab ich dasselbe Problem.
Wenns bei einer Tour besonders wichtig is, rüstet man sich redundant
aus (z.b. GPS und Papierkarte), oft ist es aber auch nicht nötig.

>>Ich bin vor GPS, und auch jetzt noch, gelegentlich ohne Karte (egal
>>ob Papier oder GPS) wandern, ohne das als Risiko anzusehen. Das kommt
>>doch immer auf die Strecke an, wie sehr man auf einen genauen Plan
>>angewiesen ist.

> Richtig. Wo man ohne Karte wandern kann, kann man auch ohne GPS wandern.
> Da sind die Infos lediglich Entertainment oder man zeichnet auf für
> hinterher.

Und das ist wohl die große Mehrheit aller Touren.

Bzw. ist man meist nicht darauf angewiesen unter allen Umständen am
genauen Ziel anzukommen, sondern kann im Fall eines technischen Gebrechens
die Tour einfach abbrechen und denselben Weg zurückgehen den man
gekommen is.

>>Was macht ihr denn in Gegenden wos keine vernünftigen
>>Karten gibt?

> Mit dem Material zurecht kommen, das man hat. Gibt es denn in Gegenden,
> für die es keine "vernünftigen" Karten gibt überhaupt besseres
> GPS-Kartenmaterial?

Das ist ja nicht die Frage. Wie gesagt, mich verblüfft nur die
Einstellung mancher, dass eine Karte immer unverzichtbar sei.

>>Mit GPS erweitern sich die Möglichkeiten. Man braucht dann oft keine
>>Papierkarte mehr, solange man auch bei Ausfall des GPS wieder
>>zurückfindet.

> Ich bin mal so kühn und behaupte, dann bräuchte man auch kein GPS. Hat
> man trotzdem eins, dann zum Entertainment (s.o.).

Und ich bin so kühn und behaupte, dann braucht man auch keine Papierkarte,
hat man trotzdem eine, dann zum Entertainment (s.o.).

>>Aber im Prinzip hat man das Problem auch mit einer
>>Papierkarte. Wenn einem die mal über die Steilwand runterfällt, ist
>>man hoffentlich auch nicht hilflos und rennt in Panik im Kreis.

> Stimmt. Aber dann dürfte man überhaupt nicht losgehen oder nur mit einer
> zweiten Karte, oder einer einer dritten. Und wenn die beiden dann auch
> wegfliegen? Hat man dann eine vierte?

Eben. Daher halte ich das bestehen auf einer Papierkarte auch für
Unsinn. Man soll sich einfach überlegen was man sinnvollerweise
mitnehmen will, und einen Plan B vorbereiten, falls was schief
geht. Da kann ein Element darin bestehen, dass man neben GPS
zusätzliches Kartenmaterial mitnimmt, muss es aber nicht.

> Das Problem ist auch ein anderes: Wer eine Papierkarte zusätzlich dabei
> hat, ist immer gut dran, wenn die Technik versagt. Wie ich an anderer
> Stelle schrieb: viele Leute verlassen sich zunehmend nur auf GPS und
> sind hilflos, wenn das versagt. Da ist es immer besser, auf die gute
> alte Papierkaarte zurück greifen zu können.

Da macht die Papierkarte aber das Kraut nicht fett. Oft genug erlebt
das Leute zwar eine Karte hatten, damit aber nicht viel anfangen
konnten. Oder das es Fehler in der Karte gab. Man ist nicht immer
gut dran, wenn die Technik versagt, und man eine Papierkarte hat.

Gerade wenn man kritisch ist, und das Versagen von GPS berücksichtigt,
find ich das blinde Vertrauen dass in Papierkarten hier teilweise
gesetzt wird, für den völlig falschen Ansatz.

Tom

Autor: Thomas Koller (2008-01-24 17:07:01)

Walter Janné wrote:
> Ich fasse das mal so zusammen:
> Eine Papierkarte ist nicht unverzichtbar.
> Geht man irgendwo wandern/spazieren/sonst-was wo man meint, sich
> auszukenen oder ohne Orientierungsmaterial auszukommen, dann braucht
> man weder Karte noch GPS.

Oder ausreichend Orientierungsmaterial vor Ort zu haben (Wegweiser).

> Will man aber auf Orientierungsmaterial nicht verzichten, ist eine Karte
> in menen Augen besser, als ein GPS - was allerdings Geschmacksache ist.
> Ich z.B. finde die Karten, die ich bisher in GPS-Geräten gesehen habe,
> murks und unzureichendr und greife deshalb lieber zur Papierkarte. Ein
> GPS ist für mich lediglich zusätzliches Gimmick zur Erleichterung der
> Orientierung. Es ist im Nebel (oder nachts) in freiem Gelände z.B. toll,
> wenn man sieht, wie weit es noch bis zu einem bestimmten Punkt ist.
> Diese Information bekommst Du am Tag bei ausreichender Sicht durch
> Augenschien.

Ja, find ich gut zusammengefasst.

> Kurz gesagt: bei einem GPS kommen Versagensszenarien hinzu, die man bei
> Karte und Kompas nicht hat.

Full ACK.

Tom

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