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Verstaendnisfrage Tracks, Routen...
Autor: Oliver Ojo Bedford (2006-10-27 15:04:23)
Hi!
Ich bin gerade dabei fuer meinen Magellan Explorist 210 Routen
am Rechner zu planen und diese dann mit dem Mountainbike abzuradeln.
Zunaechst ist mir der Unterschied zwischen Tracks, Routen
und Waypoints nicht ganz klar. Was macht den Unterschied zwischen
Tracks und Routen aus? Beides ist doch eigentlich nur eine Liste
von Punkten?
Bei den Routen gibt es die Einschraenkung, dass man max. 50 Punkte
benutzen kann. Das ist nicht viel. Wie plane ich dann effizient
laengere Touren?
Gibt es eine richtig gute Software, mit der man Routen
fuer den Exploristen planen kann? Ich habe das was von MagicMaps,
begeistert mich aber nicht sonderlich.
Ciao,
Oliver, immer noch GPS-Neuling
Autor: "Heinrich Pfeifer" (2006-10-27 18:06:16)
"Oliver Ojo Bedford" schrieb im Newsbeitrag
news:eht75n$ntb$1@lnx107.hrz.tu-darmstadt.de...
>
> Zunaechst ist mir der Unterschied zwischen Tracks, Routen
> und Waypoints nicht ganz klar. Was macht den Unterschied zwischen
> Tracks und Routen aus? Beides ist doch eigentlich nur eine Liste
> von Punkten?
>
eine Route ist eine Folge von Wegpunkten, von denen jeder einen Namen hat
und dann unterwegs angefahren werden soll. Der GPS-Empfänger meldet sich
dann jedes Mal, wenn man einen dieser Punkte erreicht (den Explorist kenne
ich allerdings nicht). Eine Route plant man normalerweise, bevor man sich
aufs Rad schwingt.
Ein Track ist ebenfalls eine Folge von Punkten, aber das sind keine
Wegpunkte mit Namen, sondern namenlose Punkte. Der Track wird normalerweise
nicht vorgeplant, sondern unterwegs vom Gerät aufgezeichnet, damit man
hinterher genau sehen kann wo man Lang gefahren ist. Manche Leute bevorzugen
es jedoch, zur Planung einen Track zu zeichnen und diesen dann abzufahren,
weil damit eine feinere Detaillierung möglich ist. Das ist zwar richtig,
aber die benannten Wegpunkte in einer Route haben eine bessere Warnwirkung,
wenn man sie bewusst an Abbiegepunkte setzt, an denen man dann aufpassen
sollte. Man ist dann unterwegs zwischen den Wegpunkten entspannter, weil man
z.B. weiß, dass der nächste Abbiegepunkt erst in einem Kilometer
kommt; den
vorbereiteten Track dagegen müsste man ständig im Auge behalten.
falls du statt der MagicMaps eine spezielle Radkarte benutzen willst, die es
nur auf Papier gibt, dann empfehle ich diese zu scannen und mit Gartrip zu
arbeiten - sowohl für die Routenplanung als auch für die Analyse des
Tracks
nach der Tour - siehe www.gatrip.de/index d.htm
--
Heinrich
http://www.gartrip.de
mail: new<at>gartrip.de
Autor: "Heinrich Pfeifer" (2006-10-27 18:06:16)
Autor: "Heinrich Pfeifer" (2006-10-27 18:06:16)
"Oliver Ojo Bedford" schrieb im Newsbeitrag
news:eht75n$ntb$1@lnx107.hrz.tu-darmstadt.de...
>
> Zunaechst ist mir der Unterschied zwischen Tracks, Routen
> und Waypoints nicht ganz klar. Was macht den Unterschied zwischen
> Tracks und Routen aus? Beides ist doch eigentlich nur eine Liste
> von Punkten?
>
eine Route ist eine Folge von Wegpunkten, von denen jeder einen Namen hat
und dann unterwegs angefahren werden soll. Der GPS-Empfänger meldet sich
dann jedes Mal, wenn man einen dieser Punkte erreicht (den Explorist kenne
ich allerdings nicht). Eine Route plant man normalerweise, bevor man sich
aufs Rad schwingt.
Ein Track ist ebenfalls eine Folge von Punkten, aber das sind keine
Wegpunkte mit Namen, sondern namenlose Punkte. Der Track wird normalerweise
nicht vorgeplant, sondern unterwegs vom Gerät aufgezeichnet, damit man
hinterher genau sehen kann wo man Lang gefahren ist. Manche Leute bevorzugen
es jedoch, zur Planung einen Track zu zeichnen und diesen dann abzufahren,
weil damit eine feinere Detaillierung möglich ist. Das ist zwar richtig,
aber die benannten Wegpunkte in einer Route haben eine bessere Warnwirkung,
wenn man sie bewusst an Abbiegepunkte setzt, an denen man dann aufpassen
sollte. Man ist dann unterwegs zwischen den Wegpunkten entspannter, weil man
z.B. weiß, dass der nächste Abbiegepunkt erst in einem Kilometer
kommt; den
vorbereiteten Track dagegen müsste man ständig im Auge behalten.
falls du statt der MagicMaps eine spezielle Radkarte benutzen willst, die es
nur auf Papier gibt, dann empfehle ich diese zu scannen und mit Gartrip zu
arbeiten - sowohl für die Routenplanung als auch für die Analyse des
Tracks
nach der Tour - siehe www.gatrip.de/index d.htm
--
Heinrich
http://www.gartrip.de
mail: new<at>gartrip.de
Autor: Reinhard Zwirner (2006-10-27 18:33:42)
Oliver Ojo Bedford schrieb:
>
> Hi!
>
> Ich bin gerade dabei fuer meinen Magellan Explorist 210 Routen
> am Rechner zu planen und diese dann mit dem Mountainbike abzuradeln.
>
> Zunaechst ist mir der Unterschied zwischen Tracks, Routen
> und Waypoints ...
Hi Oliver,
was Routen und Tracks sind, hat Heinrich schon erklärt.
Waypoints sind Punkte, deren Koordinaten Du während des Unterwegsseins
gezielt abspeicherst, z. B. irgendwelche Sehenswürdigkeiten oder
Aussichtspunkte, möglicherweise auch Bushaltestellen, wenn Du zu Fuß
unterwegs bist: halt wichtige Örtlichkeiten ;-), die Dir wichtig sind.
HTH
Reinhard
Autor: Peter Roosen (2006-10-27 18:40:35)
Hallo Heinrich und Oliver,
> eine Route ist ...
> Ein Track ist ...
Schöne Erklärung - dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
> ..., zur Planung einen Track zu zeichnen und diesen dann abzufahren,
> weil damit eine feinere Detaillierung möglich ist. Das ist zwar
richtig,
> aber die benannten Wegpunkte in einer Route haben eine bessere
Warnwirkung,
> wenn man sie bewusst an Abbiegepunkte setzt, an denen man dann aufpassen
> sollte. Man ist dann unterwegs zwischen den Wegpunkten entspannter, weil
man
> z.B. weiß, dass der nächste Abbiegepunkt erst in einem
Kilometer kommt; den
> vorbereiteten Track dagegen müsste man ständig im Auge behalten.
Hier sollte man noch erwähnen, dass es durchaus auch die Möglichkeit
gibt, aus echten Planerprogrammen (also Vektordatenmaterial) diese
Abbiegepunkte samt Richtungsinformationen automatisch extrahieren und in
routengerechte Häppchen zerteilen zu lassen - z.B. durch mein Proggi
GPS-Route (s.u.). Für Fahrradfahrer gibts hier aber wohl noch nicht soo
viele Vektordatensätze, wobei ich diesen Telekom-Radroutenplaner
(alllerdings nur von seiner Beschreibung her, nicht aus eigener
Erfahrung) für eine ausgesprochen wenig zielgruppenorientierte
Zweitverwendung der ordinären Auto-/Motorrad-Routenplaner halte.
Tschüss,
Peter
--
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Autor: Christoph Eckert (2006-10-28 02:55:27)
Heinrich Pfeifer wrote:
> eine Route ist eine Folge von Wegpunkten, von denen jeder einen Namen hat
> und dann unterwegs angefahren werden soll.
Ich fand anfangs den Namen "Wegpunkt" verwirrend. Vielleicht
wäre "benannter
Punkt" ein besserer Name, aber alle nennen es eben Wegpunkt.
> Ein Track ist ebenfalls eine Folge von Punkten, aber das sind keine
> Wegpunkte mit Namen, sondern namenlose Punkte. Der Track wird
> normalerweise nicht vorgeplant, sondern unterwegs vom Gerät
aufgezeichnet,
> damit man hinterher genau sehen kann wo man Lang gefahren ist.
Das fand ich anfangs auch verwirrend. Man läd sich aus dem Web eine
Radtour
(die jemand schonmal gefahren ist und freundlicherweise zur Verfügung
stellt), die man dann aber nicht als Route, sondern als Track ans Gerät
schicken muss. Spräche technisch etwas dagegen, dass eine Route sowohl aus
"Named points" als auch aus "unnamed points" bestünde?
Dann könnte man
einerseits den Routenverlauf als Track auf dem Display verfolgen, und
würde
andererseits an wichtigen Punkten nochmal extra gewarnt.
> Manche
> Leute bevorzugen es jedoch, zur Planung einen Track zu zeichnen und diesen
> dann abzufahren, weil damit eine feinere Detaillierung möglich ist.
Ich verwende ein Garmin eTrex Venture Cx. Plane ich Radtouren, dann setze
ich zwangsweise innert geschlossener Ortschaften viel mehr Punkte als
außerhalb, damit ich gut durch die Ortschaft finde. Hat zwei Nachteile:
* Die Anzahl der noch verplanbaren Punkte nimmt rapide ab, da die Anzahl der
Punkte pro Route beschränkt ist
* Da das Gerät Wegpunkte mit einem Fähnchen in die Karte malt und
zusätzlich
den Namen anzeigt, sieht man vor lauter Fähnchen und Punktnamen nicht mehr
viel von der Karte :)
Daher werde ich die Tracktechnik auch mal ausprobieren.
Wenn wir schon beim Thema sind: Wieso sind denn die Punkte pro Route bzw.
Punkte pro Track überhaupt so beschränkt? Mein Trackspeicher
läuft bei
einer vierstündigen Radtour locker über. Zum Glück wird auf der
Speicherkarte weitergeloggt. Nur: wie war/ist denn das bei Geräten, die
keine Speicherkarte haben? Hat man dann nach der Tour nur noch den halben
Track im Gerät?
Analog bei den Routen: Mein Garmin kann keine Routen von der Speicherkerte
lesen. Ich muss mich also den Limitierungen unterwerfen. Für mich sieht
das
so aus, als ob die Geräte keine dynamische Speicherverwaltung
beherrschten.
Klar, das Gerät verfügt nicht über beliebig viel Arbeitsspeicher
und muss
ja auch mit dem Strombedarf haushalten. Ich frage mich aber, warum die
Geräte nicht eine beliebig lange Route "einfach" sequentiell in
den
Speicher laden. Any comments?
Alles in allem war das Gerät recht teuer, aber ich bin froh mich dazu
durchgerungen zu haben und möchte das Teil an meinem Fahrradlenker nicht
mehr missen.
ce
Autor: macnetz@web.de (Anton Betzler) (2006-10-28 08:11:49)
Christoph Eckert wrote:
> Spräche technisch etwas dagegen, dass eine Route sowohl aus
> "Named points" als auch aus "unnamed points"
bestünde? Dann könnte man
> einerseits den Routenverlauf als Track auf dem Display verfolgen, und
würde
> andererseits an wichtigen Punkten nochmal extra gewarnt.
MapSource kann dies mit Hilfe der sichtbaren und "grauen Wegpunkte".
Die
Übertragung einer solchen gemischten Routen ist allerdings etwas tricky.
hth
Anton
Autor: Andreas Titz (2006-10-28 09:25:35)
Christoph Eckert wrote:
> Heinrich Pfeifer wrote:
> Wenn wir schon beim Thema sind: Wieso sind denn die Punkte pro Route bzw.
> Punkte pro Track überhaupt so beschränkt? Mein Trackspeicher
läuft bei
> einer vierstündigen Radtour locker über. Zum Glück wird auf
der
> Speicherkarte weitergeloggt. Nur: wie war/ist denn das bei Geräten,
die
> keine Speicherkarte haben? Hat man dann nach der Tour nur noch den halben
> Track im Gerät?
Ich hab ein geko201, dessen Trackspeicher 10.000 Punkte umfasst (für den
ACTIVELOG, d.h. die aktuell aufgezeichnete Tour). Eine Speicherkarte hat
das Gerät nicht. Damit kann ich ca. 600km Radtouren aufzeichen, danach
wird der Anfang der Aufzeichnung tatsächlich überschrieben.
Möglicherweise hast Du einen zu kurzes Aufzeichnungsintervall
eingestellt? Zumindest bei meinem Gerät hat man die Wahl, ob die
Aufzeichnung nach einem Weg- oder Zeitintervall erfolgen soll (bzw.
automatisch), und die Genauigkeit kann man in 5 Stufen einstellen. Ich
habe automatisch/mittlere Genauigkeit gewählt und komme damit auf die
genannten gut 600km.
Gruß Andreas
Autor: Alan Tiedemann (2006-10-28 10:57:43)
Andreas Titz schrieb:
> Christoph Eckert wrote:
>> Heinrich Pfeifer wrote:
>> Wenn wir schon beim Thema sind: Wieso sind denn die Punkte pro Route
bzw.
>> Punkte pro Track überhaupt so
beschränkt? Mein Trackspeicher läuft bei
>> einer vierstündigen Radtour locker über.
Zum Glück wird auf der
>> Speicherkarte weitergeloggt. Nur: wie war/ist denn das bei
Geräten, die
>> keine Speicherkarte haben? Hat man dann nach der Tour nur noch den
halben
>> Track im Gerät?
>
> Ich hab ein geko201, dessen Trackspeicher 10.000 Punkte umfasst
(für den
> ACTIVELOG, d.h. die aktuell aufgezeichnete Tour). Eine Speicherkarte hat
> das Gerät nicht. Damit kann ich ca. 600km Radtouren
aufzeichen, danach
> wird der Anfang der Aufzeichnung tatsächlich
überschrieben.
Dieses Verhalten lÃ¤Ãźt sich aber IIRC einstellen. Bei
meinem eTrex Legend
habe ich die Wahl zwischen "von vorne überschreiben"
oder "aufhören".
Und nach 850 km Autofahrt in 12 Stunden mit automatischem Setzen der
Trackpunkte im der Stufe "feiner" (also nicht die feinste Stufe,
sondern
die davor) ist mein Tracklog (ebenfalls 10.000 Punkte) höchstens
zu 25%
voll. Okay, wenn man jede Sekunde einen Punkt setzt, dann ist nach 2,5
Stunden Feierabend, aber warum sollte man jede Sekunde einen Punkt
setzen, das lohnt sich bei der durchschnittlichen Empfangsgenauigkeit
sowieso nicht.
> Möglicherweise hast Du einen zu kurzes Aufzeichnungsintervall
> eingestellt? Zumindest bei meinem Gerät hat man die Wahl,
ob die
> Aufzeichnung nach einem Weg- oder Zeitintervall erfolgen soll (bzw.
> automatisch), und die Genauigkeit kann man in 5 Stufen einstellen. Ich
> habe automatisch/mittlere Genauigkeit gewählt und komme
damit auf die
> genannten gut 600km.
Wenn ich automatisch/höhere einstelle, komme ich umgerechnet - im
Auto -
auf 3400 km oder 48 Stunden Dauerfahrt. Okay, wenn Du mit dem Fahrrad
viel ZickZack fährst... :)
GruÃź,
Alan